Sehr geehrter Herr Gerwers,
wir bitten Sie, folgenden Antrag als Tagesordnungspunkt zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Entsorgung, Verkehr und Infrastrukturplanung zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
Beschlussvorschlag
Die Kreisverwaltung wird beauftragt, zur Unterstützung der Klimaziele des Kreises Kleve die Elektromobilität sowie die Nutzung erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben und hierzu folgende Maßnahmen umzusetzen:
Ausstattung von allen Kreis-PKW-Parkplätzen mit mindestens vier E-Ladepunkten unter Berücksichtigung zukünftiger Erweiterungsmöglichkeiten. Parkplätze mit mehr als 100 Stellplätzen sollen mindestens acht Ladepunkte erhalten. Dabei soll folgendes berücksichtigt werden:
- Wünschenswert wäre die Nutzung eines intelligenten Lademanagements, möglichst in Kombination mit Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern zur effizienten Eigenstromnutzung.
- Prüfung effizienter Betreibermodelle (z. B. Kooperationen mit Stadtwerken) sowie Nutzung von Fördermitteln zur Co-Finanzierung.
- Schaffung von attraktiven Konditionen für Mitarbeitende sowie für die Öffentlichkeit.
- Ergänzend soll geprüft werden, ob für Kleinstfahrzeuge und E-Räder kostenpflichtig einfache Steckdosen angeboten werden können.
Darüber hinaus wird der Landrat gebeten, sowohl bei den kreiseigenen Gesellschaften als auch im Rahmen der AG Mobilität die Kommunen zu ähnlichen Maßnahmen zu motivieren.
Begründung
Die schrittweise Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist angesichts schwankender Energiepreise und internationaler Unsicherheiten essenziell. Durch lokal erzeugten Solarstrom in Verbindung mit einer intelligenten Ladeinfrastruktur kann der Kreis Kleve nicht nur die Versorgungssicherheit erhöhen, sondern auch seine Energiekosten langfristig stabilisieren.
Als öffentliche Institution kommt dem Kreis eine besondere Vorbildfunktion zu. Durch den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Mobilitätslösungen demonstriert der Kreis, dass Klimaschutz ökologisch notwendig und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist. Dies schafft wichtige Orientierung für Bürger, Unternehmen und Kommunen.
Die technische Machbarkeit ist durch zahlreiche erfolgreiche kommunale Projekte belegt. Ein integriertes System aus PV-Anlagen, Batteriespeichern und intelligenter Laststeuerung (Smart Charging) ermöglicht eine effiziente Eigenstromnutzung an Verwaltungsgebäuden und Schulen, ohne zwingend teure Netzausbauten zu erfordern.
Ökonomisch überzeugt das Konzept vor allem durch die Maximierung des Eigenverbrauchs und die Einsparung von CO₂-Zertifikatskosten. Unter Einbindung aktueller Förderprogramme lassen sich die Investitionskosten signifikant senken, während die kombinierte Nutzung von Fuhrpark und Gebäudemanagement die Rentabilität der Anlagen nachhaltig sichert.
Wir bitten daher um Zustimmung zu diesem Antrag.
Mit freundlichen Grüßen