Die anstehenden Vollsperrungen der Rheinbrücke in Wesel stellen die Mobilität am Niederrhein vor erhebliche Herausforderungen. Gleichzeitig bestehen auf der linksrheinischen Seite weitere Einschränkungen durch die Sperrungen der RB31 und der B57. Die GRÜNEN Kreistagsfraktionen Wesel und Kleve haben gemeinsam konkrete Vorschläge an die zuständigen Stellen herangetragen, um die bestehenden Ersatzkonzepte sinnvoll zu ergänzen und die Mobilität an den betroffenen Wochenenden bestmöglich aufrechtzuerhalten. An der Initiative beteiligt sind außerdem Volkhard Wille, MdL für den Kreis Kleve, Juan Marco Polifka Avila, ÖPNV Fachmann und Landtagskandidat im Kreis Wesel, sowie Paula Backhaus, Landtagskandidatin im Kreis Kleve.
Ein zentraler Punkt ist die Prüfung, ob Linienbusse die Rheinbrücke trotz Vollsperrung weiterhin passieren können. Denkbar wären beispielsweise eine einspurige oder blockweise Durchfahrt oder eine Passage mit reduzierter Geschwindigkeit.
„Wenn gleichzeitig mehrere zentrale Verkehrsverbindungen eingeschränkt oder gesperrt sind, müssen wir jede realistische Möglichkeit prüfen, den öffentlichen Verkehr funktionsfähig zu halten. Eine Ausnahmeregelung für Linienbusse könnte dazu beitragen, erhebliche Umwege und zusätzliche Fahrzeitverluste für viele Fahrgäste zu vermeiden. Deshalb wünschen wir uns hier eine pragmatische und ergebnisoffene Prüfung“, erklärt Hubert Kück, Vorsitzender der GRÜNEN Kreistagsfraktion Wesel.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der alternativen Verkehrsachse über Geldern. Die beiden Fraktionen haben deshalb angeregt, die Buslinien 36 und 67 an den betroffenen Wochenenden auf einen durchgehenden Stundentakt zwischen 7 und 21 Uhr zu verdichten.
Gleichzeitig soll die Anschlusssicherung an den RE10 in Geldern besonders berücksichtigt werden. Dafür ist aus Sicht der GRÜNEN eine direkte und verlässliche Abstimmung zwischen Bahn- und Busunternehmen entscheidend, damit Anschlüsse bei kleineren Verspätungen im vertretbaren Rahmen gesichert werden können.
„Wenn die Rheinbrücke voll gesperrt ist, wird die Verbindung über Geldern für viele Fahrgäste umso wichtiger. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Bus und Bahn dort gut aufeinander abgestimmt sind und das Angebot an den betroffenen Wochenenden gezielt verstärkt wird“, betont Celina Mara Damschen, stellvertretende Vorsitzende der GRÜNEN Kreistagsfraktion Wesel.
„Es ist notwendig, dass die Informationen zu anstehenden Bauarbeiten frühzeitig bei den Betreibern landen. Nur so können diese rechtzeitig gute Alternativkonzepte planen“, erklärt Judith Erichlandwehr, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Kreistagsfraktion Kleve.
„Über die aktuelle Sperrung hinaus erwarten wir, dass bei größeren Bauarbeiten von Beginn an die Fahrgäste im ÖPNV gedacht wird und kein Aufwand gescheut wird die Auswirkungen auf die Reiseketten möglichst gering zu halten“, ergänzt David Krystof, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Kreistagsfraktion Kleve.
Mit ihren gemeinsamen Vorschlägen wollen die beiden Kreistagsfraktionen die bereits bestehenden Planungen ergänzen und zusätzliche Möglichkeiten für die Fahrgäste schaffen. Ziel ist es, vorhandene Spielräume zu nutzen und die verschiedenen Verkehrsangebote an den betroffenen Wochenenden so gut wie möglich aufeinander abzustimmen.

„Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass die Menschen auch an diesen Wochenenden gut unterwegs bleiben und die vorhandenen Alternativen bestmöglich nutzen können“, erklären die vier Fraktionsvertreter abschließend.