Kleve, 23. Juni 2026 – Die für diesen Herbst geplante siebenwöchige Sperrung des RE10 zwischen Kleve und Krefeld ist vom Tisch – ein wichtiger Erfolg für die Region und ein Sieg der Vernunft. Die Bauarbeiten werden in das Jahr 2028 verschoben, um das Verkehrschaos durch zeitgleiche Sperrungen auf den Strecken ab Emmerich und Xanten zu vermeiden.
„Es gibt zur Abwechslung mal wirklich gute Nachrichten beim RE10“, erklärt Judith Erichlandwehr, Co-Vorsitzende der Grünen im Kreistag. „Dass die wochenlange Sperrung in diesem Herbst nicht stattfindet, ist ein Sieg der Vernunft und vor allem eine enorme Entlastung für die Pendlerinnen und Pendler im Kreis Kleve. „Wir sind positiv überrascht davon, dass die Interessen der Fahrgäste hier endlich einmal im Mittelpunkt stehen.“
Nun wird die Strecke in diesem Jahr nur noch für eine Woche vom 30. Oktober bis zum 6. November für Instandhaltungsarbeiten gesperrt. Alle weiteren großen Infrastrukturmaßnahmen, die für die geplanten, klimafreundlichen Akku-Züge notwendig sind, werden nun ab September 2028 gebündelt umgesetzt. Dazu gehören: Der Bau einer Ladestation in Kleve, eines Wendegleises in Geldern und die Verlängerung der Bahnsteige.
Klare Erwartungen an den Schienenersatzverkehr
Trotz der Erleichterung über die nun deutlich verkürzte Sperrpause in diesem Jahr, formuliert die Fraktion klare Erwartungen an den dann notwendigen Schienenersatzverkehr (SEV).
„Wir wünschen uns für die verbleibenden Bauarbeiten in diesem Jahr und ganz besonders für die gebündelte Großbaustelle im Jahr 2028 deutliche Verbesserungen beim Ersatzverkehr“, betont Co-Vorsitzender David Krystof: „Konkret fordern wir den Einsatz weiterer Express-Busse, die Kleve, Goch und Kevelaer direkt über die Autobahn mit Krefeld verbinden. Das spart wertvolle Fahrzeit.“
„Digitale Fahrgastinformationen sind dabei kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.“, erklären Judith Erichlandwehr und David Krystof gemeinsam. „für jeden eingesetzten SEV-Bus müssen verpflichtend Livedaten zur Verfügung stehen. Dass bei den bisherigen Baumaßnahmen die Quote der trackbaren Busse deutlich unter 50 Prozent lag, ist inakzeptabel. Die nun gewonnene Planungszeit muss genutzt werden, um endlich einen modernen und verlässlichen Schienenersatzverkehr auf die Beine zu stellen.“