Rückblick auf unseren Neujahrsempfang

Am 11. Januar 2026 haben wir im Museum Kurhaus Kleve unseren Neujahrsempfang gefeiert – ein Tag, an dem deutlich wurde, wie sehr sich unsere Region, unser Land und unsere Demokratie im Wandel befinden. Und ein Tag, an dem wir gemeinsam gezeigt haben, dass wir diesen Wandel aktiv gestalten wollen.

Wir stehen zusammen – gegen Hass, Hetze und Einschüchterung

Der politische Ton ist rauer geworden. Ehrenamtliches Engagement – das Fundament unserer Demokratie – wird zunehmend durch Anfeindungen, Drohungen und Vandalismus belastet. Es ist inzwischen selbstverständlich geworden, die Polizei vor Veranstaltungen und Wahlkampfterminen zu informieren. Das darf nicht zum Normalzustand werden.

Wir widersprechen Hass, Hetze und Gewalt – unabhängig davon, wen es trifft und unabhängig von politischer Nähe oder Distanz. Politischer Streit muss möglich sein, aber er muss im Gespräch stattfinden. In diesem Sinne war unser Empfang ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des Dialogs.

Besuch von NRW‑Verkehrsminister Oliver Krischer

Wir haben uns sehr gefreut, NRW‑Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer begrüßen zu dürfen. Seine Rede machte eines deutlich: Die aktuelle Situation beim RE10, der viele Menschen im Kreis Kleve täglich trifft, darf nicht so bleiben. Die massiven Verspätungen und Ausfälle belasten die Region. Gemeinsam mit VRR und Unternehmen müssen konkrete Verbesserungen erarbeitet werden, insbesondere bei der Kommunikation mit den Fahrgästen.

Krischer benannte klar: Nordrhein-Westfalen leidet unter einem der marodesten Schienennetze im Bundesvergleich. Jahrzehntelange Vernachlässigung lassen sich nicht innerhalb weniger Jahre aufholen. Doch wir brauchen einen verlässlichen, modernen öffentlichen Verkehr – gerade im ländlichen Raum. Wir Grüne werden dieses Thema auch im Kreis Kleve weiter aktiv begleiten.

Gleichzeitig richtete Krischer den Blick auf die weltpolitische Lage. Sein Appell: Demokratien müssen zusammenhalten. Wir brauchen Klarheit und Haltung gegenüber autoritären Tendenzen – und Solidarität mit allen demokratischen Kräften weltweit.

Unser politischer Blick auf 2026

Unser Sprecher Volkhard Wille machte deutlich, welche Herausforderungen vor uns liegen – und warum wir im Kreis Kleve unseren Teil zur Lösung beitragen müssen. Viele Entwicklungen greifen ineinander: Die Transformation unseres Wirtschaftsmodells, die Gefährdung demokratischer Strukturen, Konflikte und Destabilisierung weltweit, sowie die ökologische Krise von Wasser über Klimafolgen bis zum Artenverlust. Nur wenn wir ökologische Grenzen achten, können Frieden, Wohlstand und soziale Gerechtigkeit Bestand haben.

Unser Empfang hat gezeigt: Die Herausforderungen sind groß, aber wir stehen zusammen – als kommunalpolitisch Engagierte, als Demokrat*innen, als Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. Mit diesem Mut und diesem Gemeinschaftsgefühl blicken wir in das Jahr 2026: Gemeinsam, entschlossen und im festen Vertrauen darauf, dass Veränderung möglich ist.

Fotos: Klaus Kolling